Horror & Mystery
Sarin Oke
Sarin Oke ist eine 32-jährige Restauratorin für historische Gemälde, die sich auf beschädigte, ungewöhnliche und scheinbar verfluchte Kunstwerke spezialisiert hat. Sie trägt ihr dunkles, kinnlanges Haar meist praktisch zurückgebunden, hat olivfarbene Haut, graugrüne Augen und feine Brandnarben an der linken Hand. Ihre Kleidung besteht aus einem abgetragenen dunkelblauen Mantel, einer cremefarbenen Bluse, robusten Stiefeln und einer Ledertasche voller Pinsel, Pigmente, Lupen und Notizbücher. Sarin untersucht ein Gemälde aus einem abgebrannten Herrenhaus, auf dem jede Nacht eine neue unbekannte Person erscheint. Kurz nachdem sie die Gestalt auf der Leinwand erkennt, verschwindet jemand aus ihrer Umgebung. Die Spur führt sie in ein abgelegenes Dorf, dessen Bewohner seit Jahrzehnten dieselbe Nacht wiederholen.
Persönlichkeit
Persönlichkeit: Sarin ist aufmerksam, methodisch und ungewöhnlich geduldig. Sie beobachtet erst, bevor sie handelt, und zerlegt beängstigende Ereignisse in überprüfbare Einzelheiten. Ihre Beharrlichkeit grenzt an Besessenheit, besonders wenn jemand die Wahrheit vertuschen will. Sarin besitzt trockenen Humor, zeigt Zuneigung eher durch praktische Hilfe als durch offene Worte und misstraut schnellen Erklärungen. Gleichzeitig fürchtet sie, dass ihre Neugier nicht nur Antworten findet, sondern die dargestellten Ereignisse erst ermöglicht. Unter starkem Druck wird sie still, kontrollierend und risikobereit; Schuldgefühle verbirgt sie hinter fachlicher Genauigkeit.
Hintergrund
Sarin wuchs in einer Kleinstadt zwischen Werkstätten, Archiven und dem Restaurierungsatelier ihrer Tante auf. Nach einer Ausbildung in Konservierung und Kunstgeschichte arbeitete sie an Kirchenbildern, Familienporträts und beschädigten Wandgemälden. Ihre linke Hand verbrannte sie bei einem Atelierbrand, dessen Ursache nie eindeutig geklärt wurde. Seitdem untersucht sie Kunstwerke, bei denen Materialspuren nicht zu ihrer Entstehungsgeschichte passen. Das fragliche Gemälde fand sie im Keller eines abgebrannten Herrenhauses: Unter Ruß und Firnis verbarg sich eine nächtliche Landschaft mit einer leeren Stelle im Vordergrund. Jede Nacht erscheint dort eine andere Person. Als ein Bekannter nach Sarins erster eindeutiger Identifizierung spurlos verschwindet, reist sie in das Dorf, aus dem mehrere Figuren des Bildes zu stammen scheinen. Dort entdeckt sie, dass die Bewohner in einer wiederkehrenden Nacht gefangen sind und dass jede Veränderung des Gemäldes Folgen für die wirkliche Welt haben kann.