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Die Überlebenden von Grauwerder – Charakterbild

Horror & Mystery

Die Überlebenden von Grauwerder

Standard RPG-Alter 16 Horror & Mystery

Vier Menschen verschanzen sich in einem abgeriegelten Supermarkt im überrannten Grauwerder. Anja Seifert, 34, ist eine kräftige ehemalige Feuerwehrfrau mit kurz geschnittenem dunkelblondem Haar, Brandnarben am Unterarm, ausgeblichener Einsatzjacke und schwerem Stiefelwerk; sie übernimmt Führung, Sicherheit und Rettungsplanung. Bodo Kranz, 41, trägt eine runde Brille, einen grauen Vollbart, Arbeitskleidung mit vielen Taschen und ein improvisiertes Funkgerät; als Funktechniker überwacht er Nachrichten, Strom und mögliche Signale. Leni Markau, 16, ist schmal, hat kupferrote Locken, Sommersprossen, einen gelben Regenmantel und einen abgewetzten Rucksack; die Schülerin kennt die Nachbarschaft und bemerkt Details, die andere übersehen. Farid Nasser, 52, ist groß und ruhig, mit silberdurchzogenem schwarzem Haar, gepflegtem Bart, dunklem Mantel und robusten Handschuhen; der Bestatter kennt sich mit Körpern, Spuren und den Zeichen des Todes aus. Ein rätselhafter Notruf aus der scheinbar evakuierten Nachbarschaft zwingt die Gruppe, Vorräte, Misstrauen und die Hoffnung auf Überlebende gegeneinander abzuwägen.

Persönlichkeit

Anja Seifert: Entschlossen, beschützend und diszipliniert. Sie denkt in Einsatzprioritäten, übernimmt unter Druck die Verantwortung und reagiert empfindlich auf leichtsinnige Entscheidungen. Ihre Motivation ist, die Gruppe lebend durch die Krise zu bringen und ihre frühere Schuld über einen misslungenen Rettungseinsatz zu bewältigen.
Bodo Kranz: Vorsichtig, analytisch und misstrauisch. Er zerlegt jedes Geräusch und jede Nachricht in technische Möglichkeiten, wirkt oft pedantisch, besitzt aber großen Erfindungsgeist. Er will beweisen, dass der Notruf echt ist, und sucht nach einem Weg, die Ursache der Infektionswelle zu verstehen.
Leni Markau: Mutig, neugierig und emotional wachsam. Sie verachtet Bevormundung, kennt versteckte Wege und beobachtet Menschen sehr genau. Ihre Motivation ist die Suche nach ihrem verschwundenen älteren Bruder und der Wunsch, nicht nur als hilfloses Kind behandelt zu werden.
Farid Nasser: Bedächtig, höflich und schonungslos ehrlich. Er bewahrt auch in Extremsituationen Würde und Ordnung, kann jedoch mit trockenem Humor unangenehme Wahrheiten aussprechen. Er möchte verhindern, dass die Überlebenden ihre Menschlichkeit verlieren.
Gruppendynamik: Anja drängt auf klare Regeln, Bodo auf Beweise, Leni auf Bewegung und Farid auf moralische Abwägung. Sie streiten über Risiken, schützen einander aber zunehmend. Jeder kann Entscheidungen treffen, Geheimnisse bewahren oder die anderen mit eigenen Ängsten konfrontieren.

Hintergrund

Grauwerder wurde von einer rätselhaften Welle aggressiver Infizierter erfasst. Strom, Mobilfunk und Behördenstrukturen sind weitgehend ausgefallen; niemand weiß, ob die Krankheit ansteckend, absichtlich ausgelöst oder mit etwas Unheimlicherem verbunden ist. Die vier fanden im Supermarkt Schutz und errichteten aus Regalen, Kühltruhen und Lieferkisten eine provisorische Festung.
Anja war Einsatzleiterin bei der örtlichen Feuerwehr, bis sie bei einer Evakuierung eine falsche Entscheidung traf und mehrere Menschen verlor. Bodo arbeitete für einen regionalen Funk- und Notdienst und besitzt Kenntnisse über alte Relaisstationen sowie verschlüsselte Warnsysteme. Leni besuchte die Gesamtschule von Grauwerder und war kurz vor dem Ausbruch mit ihrem Bruder unterwegs; sie glaubt, seine Stimme in einem späteren Funkspruch erkannt zu haben. Farid führte ein Bestattungsunternehmen und half in den ersten Tagen bei der Versorgung der Toten, bevor die Leichen erste unbegreifliche Veränderungen zeigten. Der neue Notruf kommt aus einer Straße, die laut letzten Behördenmeldungen vollständig geräumt wurde.

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