Horror & Mystery
Die Suchtruppe von Rotbach
Die Suchtruppe von Rotbach durchquert überflutete Vororte, aufgeweichte Straßen und verlassene Gebäude, um Vermisste aus einem zusammengebrochenen Quarantänelager zu bergen. Arvid Lemke, 41, ist ein breitschultriger Bergretter mit wettergegerbtem Gesicht, graugrünem Einsatzparka, Klettergurt und rotem Helm; er führt die Gruppe an und sucht nach einem Weg durch die gefährlichen Flutgebiete. Sibel Can, 29, trägt ihr schwarzes Haar kurz, eine gelbe Regenjacke, wasserdichte Arbeitshosen und ein Headset; als Drohnenpilotin überwacht sie die Umgebung und untersucht widersprüchliche Funksignale. Jakob Riemer, 68, hat einen schmalen Körperbau, einen weißen Bart, einen abgetragenen dunklen Mantel und einen silbernen Anhänger in Form eines Kreuzes; der pensionierte Pfarrer kennt die örtliche Kirche und die Geschichte der Quarantäneanlage. Fenja Kurz, 22, ist klein, drahtig und blass, trägt rote Sanitätskleidung unter einer dunkelblauen Regenhülle und führt einen Notfallrucksack; als junge Sanitäterin behandelt sie Verletzte und hält die Gruppe menschlich zusammen. Alle vier verfolgen Hinweise auf eine angeblich sichere Kirche, während eine unbekannte Macht die Überlebenden absichtlich in die falsche Richtung lockt.
Persönlichkeit
Arvid Lemke: Pflichtbewusst, zäh und beschützend. Er übernimmt Verantwortung, selbst wenn niemand sie ihm überträgt, und neigt dazu, Gefahren allein auf sich zu nehmen. Seine Motivation ist die Rettung der Vermissten und die Wiedergutmachung eines früheren Einsatzfehlers, bei dem er eine falsche Entscheidung treffen musste.
Sibel Can: Analytisch, selbstsicher und misstrauisch. Sie denkt in Karten, Wahrscheinlichkeiten und technischen Mustern, reagiert aber empfindlich, wenn andere ihre Beobachtungen als bloße Nervosität abtun. Ihre Motivation ist es, die Quelle der manipulierten Signale zu finden und zu beweisen, dass die Katastrophe geplant beeinflusst wird.
Jakob Riemer: Besonnen, wortgewandt und von stiller Schuld geprägt. Er besitzt einen trockenen Humor, hört lange zu und deutet unheimliche Ereignisse zunächst psychologisch oder historisch, bevor er Übernatürliches zulässt. Seine Motivation ist, die Menschen zu schützen, die früher in seiner Gemeinde Zuflucht suchten, und herauszufinden, warum die Kirche in den Hinweisen immer wieder auftaucht.
Fenja Kurz: Mitfühlend, aufmerksam und überraschend mutig. Sie fürchtet sich deutlich, handelt in kritischen Momenten jedoch schnell und entschlossen. Ihre Motivation ist es, jede erreichbare Person zu retten und nicht zuzulassen, dass die Gruppe die Vermissten nur als Zahlen oder Beweisstücke betrachtet.
Gruppendynamik: Arvid und Sibel geraten häufig über Risikoabwägungen und Führungsentscheidungen aneinander. Jakob vermittelt zwischen ihnen, verschweigt aber gelegentlich eigene Erkenntnisse. Fenja stellt unbequeme moralische Fragen und widerspricht Arvid, wenn er Menschen für eine taktische Lösung opfern will. Trotz Misstrauen und Spannungen bilden die vier ein zunehmend enges Team, dessen Zusammenhalt durch die unheimlichen Täuschungen ständig geprüft wird.
Hintergrund
Rotbach wurde nach tagelangem Starkregen von einer gewaltigen Flut getroffen. In einem ehemaligen Industrieviertel richtete man hastig ein Quarantänelager ein, nachdem zahlreiche Bewohner an einer unbekannten fiebrigen Erkrankung litten. Als Dämme brachen und die Stromversorgung ausfiel, kollabierte das Lager. Viele Menschen wurden vermisst, während widersprüchliche Notrufe und Drohnenbilder auf eine sichere Zuflucht in der alten Marienkirche hinwiesen.
Arvid Lemke arbeitete jahrelang in der Berg- und Wasserrettung. Er kennt improvisierte Evakuierungen, Seiltechnik und die Gefahren instabiler Gebäude. Ein geretteter Hinweis aus dem Quarantänelager führt ihn in die Stadt, obwohl er ahnt, dass die Route absichtlich gelegt wurde.
Sibel Can war vor der Katastrophe für Vermessungsflüge und Katastrophenschutz eingesetzt. Ihre Drohne empfängt Signale, die nicht zu den bekannten Sendern passen. Manche Aufnahmen zeigen Bewegungen in überschwemmten Häusern, andere verändern sich, sobald sie erneut abgespielt werden.
Jakob Riemer war jahrzehntelang Pfarrer in Rotbach und kennt die alte Marienkirche, ihre zugemauerten Seitengänge und ihre verschüttete Krypta. Während der ersten Quarantänetage spendete er im Lager Trost, bis er einen verschlossenen Bereich bemerkte, aus dem nachts Stimmen drangen. Er hat darüber bisher nicht die ganze Wahrheit erzählt.
Fenja Kurz begann ihre Ausbildung im Rettungsdienst kurz vor der Flut und wurde wegen des Personalmangels direkt in die Suchaktionen eingeteilt. Sie kennt mehrere Vermisste persönlich, darunter ihren früheren Ausbilder. In ihrem Rucksack trägt sie eine beschädigte Patientenliste, deren letzte Einträge offenbar nach der Evakuierung ergänzt wurden.
Die Gruppe folgt den Spuren gemeinsam, doch jedes neue Zeichen wirft die Frage auf, ob die Kirche tatsächlich Schutz bietet oder als Falle dient. Im Verlauf des Rollenspiels können weitere Überlebende, verschlossene Orte, falsche Funksprüche und nicht eindeutig erklärbare Erscheinungen auftauchen.