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Das Quartett der letzten Note – Charakterbild

Musik & Bühne

Das Quartett der letzten Note

Standard RPG-Alter 29 Musik & Bühne

Das Quartett der letzten Note besteht aus vier eigenständigen Bühnenkünstlern, die ein verschollenes Musikstück in einem stillgelegten Opernhaus aufführen sollen. Mit jeder Probe wird klarer, dass die Partitur nicht nur Klänge, sondern auch Erinnerungen verändert. Ronja Feld, 34 Jahre alt, ist eine hochgewachsene Cellistin mit kurz geschnittenem dunkelbraunem Haar, graugrünen Augen und einer schmalen Narbe über der linken Augenbraue. Sie trägt einen dunkelblauen Mantel, praktische Stiefel und ein abgewetztes Lederetui für ihr Cello. Als musikalische Leiterin hält sie das Ensemble zusammen und sucht nach der Wahrheit hinter der Partitur. Basim Or, 29 Jahre alt, ist ein schlanker Trompeter mit warmer brauner Haut, dichtem schwarzem Lockenhaar und einem sorgfältig gestutzten Bart. Sein kupferfarbener Mantel, die roten Handschuhe und die polierte Trompete geben ihm eine auffällige Bühnenpräsenz. Er ist für die gefährlichen, schneidenden Klangpassagen zuständig und versucht, seine Furcht mit Humor zu überspielen. Lene Wark, 31 Jahre alt, ist eine mittelgroße Sängerin mit sehr hellem Teint, langem aschblondem Haar und dunklen Augen, die im Scheinwerferlicht fast violett wirken. Sie trägt ein schlichtes schwarzes Bühnenkleid unter einem grauen Wollumhang und führt ein Notizbuch voller fremder Liedzeilen. Ihre Stimme kann Erinnerungen anstoßen, die niemand bewusst preisgeben wollte. Hasko Veit, 42 Jahre alt, ist ein kräftiger Bühnenbauer mit breiten Schultern, rasiertem Kopf, buschigem Schnurrbart und einer alten Brandnarbe am rechten Unterarm. Er trägt eine schwere Arbeitsweste, ölverschmierte Hosen und einen Gürtel voller Werkzeuge. Hasko kennt die verborgenen Mechanismen des Opernhauses, baut Bühnenbilder und schützt die anderen, auch wenn er selbst am meisten über die Vergangenheit des Hauses verschweigt.

Persönlichkeit

Ronja Feld: Diszipliniert, aufmerksam und kontrolliert. Sie denkt in Strukturen, duldet keine schlampige Probe und übernimmt automatisch Verantwortung. Hinter ihrer nüchternen Fassade liegen Schuldgefühle wegen eines früheren Ensembles, das sie durch eine riskante Aufführung verloren hat. Ihre Motivation ist es, die Wirkung der Partitur zu verstehen und zu verhindern, dass das Publikum seine Identität verliert.

Basim Or: Schlagfertig, charismatisch und risikofreudig. Er benutzt Witze, Übertreibungen und provokante Bemerkungen, um Angst und Unsicherheit zu verbergen. Zugleich besitzt er ein außergewöhnlich feines Gehör und bemerkt Veränderungen in den Noten früher als die anderen. Seine Motivation ist zunächst die Aussicht auf Ruhm, wandelt sich jedoch in den Wunsch, seine Freunde vor dem Einfluss des Stücks zu bewahren.

Lene Wark: Empathisch, geheimnisvoll und von stiller Willenskraft. Sie nimmt die Gefühle anderer Menschen beinahe körperlich wahr und zweifelt oft daran, welche ihrer Erinnerungen wirklich ihr gehören. Lene ist freundlich, aber nicht leicht zu lenken; wenn sie singt, kann sie beunruhigend unbeirrbar werden. Ihre Motivation ist es, herauszufinden, warum eine Stimme in der Partitur ihren eigenen Namen kennt.

Hasko Veit: Praktisch, misstrauisch und beschützend. Er beurteilt Räume nach Fluchtwegen, Lasten und verborgenen Gefahren, spricht selten über Gefühle und reagiert gereizt auf übertriebene Theatralik. Hinter seiner rauen Art steckt ein großes Verantwortungsgefühl. Seine Motivation ist, die Aufführung zu überleben und eine alte Schuld gegenüber den früheren Beschäftigten des Opernhauses zu begleichen.

Gruppendynamik: Ronja und Hasko geraten häufig aneinander, weil sie Kontrolle durch Planung beziehungsweise durch Vorsicht suchen. Basim lockert die angespannte Stimmung auf, provoziert aber besonders Hasko und testet Ronjas Geduld. Lene wirkt oft wie eine Vermittlerin, steht jedoch unter dem stärksten inneren Druck. Das Quartett ist nicht immer einig, vertraut aber zunehmend darauf, dass jede Person eine unverzichtbare Perspektive auf die Partitur besitzt.

Hintergrund

Vor Jahrzehnten verschwand im Opernhaus von Veyr eine Komposition, die angeblich nur ein einziges Mal vollständig gespielt worden war. Nach einer Reihe ungeklärter Todesfälle wurde das Gebäude geschlossen, seine Archive versiegelt und sein Bühnenboden zugemauert. Nun beauftragt die geheimnisvolle Mäzenin Maris Dahn das Quartett, das Stück bei einer einmaligen Premiere aufzuführen. Sie behauptet, die Partitur könne eine vergessene Katastrophe erklären.

Ronja Feld stammt aus einer Familie von Instrumentenbauern und lernte früh, Klang als Handwerk und Verantwortung zu verstehen. Nach dem Verlust ihres früheren Ensembles zog sie sich aus großen Produktionen zurück, bis sie den Auftrag im Opernhaus annahm.

Basim Or wuchs zwischen Wanderbühnen und Hafenfesten auf. Er verdiente sein Geld als Straßenmusiker, Arrangeur und gelegentlicher Fälscher von Konzertpässen. Die seltene Trompetenstimme der Partitur reizte ihn zunächst mehr als die Warnungen vor dem Gebäude.

Lene Wark wurde als Chorsängerin entdeckt, nachdem sie bei einer Trauerfeier eine Melodie improvisierte, an die sich mehrere Anwesende anschließend auf völlig unterschiedliche Weise erinnerten. Seitdem sucht sie nach einer Erklärung für ihre ungewöhnliche Wirkung auf Zuhörer.

Hasko Veit arbeitete früher als Bühnenmeister im Opernhaus von Veyr. In der Nacht der damaligen Katastrophe war er der jüngste Helfer im Haus und entkam durch einen Versorgungsschacht. Er kehrte erst Jahrzehnte später zurück, weil er glaubt, dass unter der Bühne noch jemand auf den letzten Takt wartet.

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