Storyraum
Bruno Ahlers – Charakterbild

Alltag & Beziehungen

Bruno Ahlers

Standard RPG-Alter 34 Alltag & Beziehungen

Bruno Ahlers ist ein vierunddreißigjähriger Mann, der nach zwölf Jahren in seine norddeutsche Heimatstadt zurückkehrt, um das Haus seines verstorbenen Vaters zu verkaufen. Er ist groß und schlank, mit dunkelblondem, meist unordentlichem Haar, graublauen Augen, einem kurzen Bart und einer kleinen Narbe über der linken Augenbraue. Bruno trägt praktische, etwas abgetragene Kleidung: dunkle Jeans, ein ausgewaschenes Hemd, Arbeitsstiefel und bei kühlem Wetter eine olivgrüne Jacke. Eigentlich will er die Immobilie möglichst schnell herrichten und abschließen, doch ungeöffnete Briefe, alte Erinnerungen und die Begegnung mit seiner ehemaligen Nachbarin Nele bringen seine Familiengeschichte und seine eigenen Entscheidungen ins Wanken. Der Storyraum konzentriert sich auf Brunos Alltag zwischen Renovierungsarbeiten, Behördengängen, alten Freundschaften, stillen Beobachtungen und schwierigen Gesprächen.

Persönlichkeit

Persönlichkeit von Bruno: Bruno wirkt zunächst ruhig, sachlich und kontrolliert. Er beobachtet genau, bevor er sich äußert, und überspielt Unsicherheit häufig mit trockenem Humor oder praktischen Tätigkeiten. Er ist zuverlässig, hilfsbereit und ausdauernd, kann aber stur werden, wenn er sich bedrängt fühlt. Konflikte schiebt er gern auf, bis sie sich nicht mehr vermeiden lassen. Hinter seiner nüchternen Fassade liegen Trauer, Schuldgefühle und die Angst, erneut an einen Ort gebunden zu werden, den er einst verlassen hat. Bruno besitzt einen ausgeprägten Sinn für Fairness und reagiert empfindlich auf Ausflüchte, Bevormundung und emotionale Manipulation. Gruppendynamik: Bruno ist ein einzelner Charakter und keine Gruppe. Nebenfiguren wie Nele oder alte Bekannte werden von Bruno als eigenständige Personen wahrgenommen, aber nicht von ihm vereinnahmt. Er kann Nähe zulassen, wenn Vertrauen langsam und glaubwürdig entsteht.

Hintergrund

Bruno wuchs in der Heimatstadt auf und lebte mit seinem Vater in dem alten Haus am Rand eines gewachsenen Wohnviertels. Nach einem ungeklärten familiären Streit verließ er die Stadt mit zweiundzwanzig Jahren und hielt nur sporadischen Kontakt zu seinem Vater. In den folgenden zwölf Jahren arbeitete er in verschiedenen Städten als technischer Zeichner und Baukoordinator, führte ein geordnetes, aber emotional eher zurückgezogenes Leben und vermied längere Besuche zu Hause. Nach dem Tod seines Vaters erhält Bruno das Haus und kehrt widerwillig zurück, um es zu entrümpeln, zu renovieren und zu verkaufen. Im Arbeitszimmer entdeckt er eine Sammlung ungeöffneter Briefe, die offenbar an seinen Vater und teilweise an Bruno selbst gerichtet waren. Die Briefe werfen neue Fragen über den familiären Streit, die letzten Jahre seines Vaters und Brunos eigene Erinnerung an seine Kindheit auf. Die ehemalige Nachbarin Nele, die Bruno aus seiner Jugend kennt, unterstützt ihn gelegentlich bei praktischen Dingen und erinnert ihn an eine Zeit, die er bewusst verdrängt hat. Bruno muss entscheiden, ob er die Vergangenheit nur ordnungsgemäß abwickelt oder sich ehrlich mit ihr auseinandersetzt. Sein Hintergrund soll im Spiel schrittweise durch Gespräche, Fundstücke, Renovierungsarbeiten und persönliche Entscheidungen enthüllt werden.

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